Teilnahme an Kommunalwahlen Drucken

Regierungspräsident forderte Kollegschüler zum Urnengang auf

Dorstener Zeitung am 27. August 2009 13:44 Uhr

DORSTEN Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek reiste am Donnerstag mit einem besonderen Anliegen zum Berufskolleg Dorsten. Er forderte die Jungwähler dazu auf, am Sonntag ihre Stimme abzugeben. Denn: "Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen", zitierte Paziorek Max Frisch.

"Junge Menschen können durch aktive Beteiligung an den Wahlen ihre Umgebung und die politischen Prozesse mit gestalten, sagte der Regierungspräsident bei seinem Besuch in Dorsten.  Er appellierte an die Schüler: "Beteiligen Sie sich am politischen Diskurs, setzen Sie sich für Ihre Interessen ein und bringen Sie Ihre Meinung zum Ausdruck. Fordern Sie Ihre Demokratierechte ein und gehen Sie zur Wahl!"

Wie viele Farben hat die Toleranz?

Um Demokratie und Toleranz lebendig zu erhalten, wird in zweijährigem Rhythmus von der Stiftung Paul-Spiegel-Berufskolleg ein Kunst- und Kultur- sowie ein Förderpreis vergeben. Das Motto der ersten Preisvergabe lautet: "Wie viele Farben hat die Toleranz?" Das Thema soll durch kurze Video-Clips (maximal 30 Sekunden) oder durch ein Foto kreativ umgesetzt werden.

Einsendeschluss ist der 30. November 2009. Die Arbeit der Stiftung richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler in der Emscher-Lippe-Region. www.stiftung-paul-spiegel-berufskolleg.de.

Als sichtbares Startsignal für die Vergabe des Stiftungspreises hat jede Klasse des Paul-Spiegel-Berufskollegs gemeinsam einen Quadratmeter Fahnenstoff gestaltet.  Die Elemente werden zu einer 5 x 16 Meter großen Flagge zusammengesetzt. Sie bildet ein Symbol für das tolerante Zusammenwirken unserer demokratischen Gesellschaft, an der alle mitwirken sollen und die durch Individualität und Vielfalt gestärkt wird. Die Fahne wurde am Donnerstag  an der Schule für alle weithin sichtbar befestigt.

?Zentrales Anliegen von Paul Spiegel war es immer für Demokratie und Toleranz einzutreten. Dazu trugen auch seine eigenen Erfahrungen in der Kindheit während der nationalsozialistischen Verfolgung seiner Familie bei. Wenn Toleranz ein Fremdwort ist, Menschenrechte unterdrückt werden, Fremdes nicht zugelassen wird, ist Demokratie nicht möglich. Daraus ergibt sich für jeden die Aufgabe, sich aktiv an der Gestaltung der Demokratie zu beteiligen.